Der Rhythmus der Hafenrandbebauung war die entscheidende Fragestellung dieses Wettbewerbes. In den gleichmäßigen Takt der Solitäre entlang der Elbe bringt der Speicher D erstmals mit seiner Länge und dem kleinen, aber markanten Kopfbau einen Rhythmuswechsel als Übergang zu den großen Bauten am Fischereihafen. Die städtebauliche Vorgabe für das Wettbewerbsgrundstück mit Solitären in der zweiten Reihe und die Baumasse werden deshalb grundsätzlich in Frage gestellt. Eine Durchlässigkeit zur Elbe ist durch den lang gestreckten Kaispeicher nicht gegeben und aufgereihte, kleine Solitäre in der zweiten Reihe lassen den Speicher lediglich wie eine unangenehme Störung im Takt erscheinen. Der Speicher ist jedoch keine Störung, sondern ein eigenes Thema.
Der Entwurf verfolgt deshalb einen gänzlich anderen städtebaulichen Ansatz: „Rocks on the docks” - nicht die Solitäre, sondern das Maß und die Kraft des Speichers bestimmen die Neubauten.

Realisierungswettbewerb 2007